Authentische Kommunikation ergibt Markenpersönlichkeit.
Ob nun bei Blogs mit dem geschriebenen Wort oder bei Podcasts über die gehörte Sprache - authentische Kommunikation gilt als erste Grundregel für diese neuen Mediengattungen. Authentizität steht dabei für Offenheit und Ehrlichkeit aber noch viel mehr für die individuelle Persönlichkeit, die beim Leser bzw. Hörer durchklingen sollte und Glaubwürdigkeit schafft. Daher eignen sich klassische Berichte und sachliche Beschreibungen wenig, um dieses Ziel zu erreichen. Erst die persönliche Meinung oder ein subjektiver Kommentar gibt den nötigen Spielraum, um eigene Konturen und differenzierte Eigenständigkeit zu schaffen.
Coporate Blogs und Podcasts stellen daher eine besondere Herausforderung und Chance für die Unternehmen und Markenkommunikation dar. Nicht wenige rühren aus Unsicherheit oder strukturellen Bedenken diese Formate gar nicht erst an, andere verstehen diese Kommunikationsformen nur als PR-Schleuder und verurteilen Blogs und Podcasts zeitgleich mit dem Scheitern der eigenen Versuche als irrelevant oder gar gefährlich für die Markenführung.
Da ich aber trotzdem (immer noch) gefragt werde, wie ein Corporate Podcast denn erfolgreich funktionieren könnte, versuche ich mich einmal an 5 “goldenen Inhaltsregeln”, die ich direkt an die Marke und das Unternehmen richte:
Erzähle Geschichten!
die mehr sind, als bloße Produktinformationen und verwerte diese exklusiven Inhalte im Podcast zum ersten Mal.
Fortsetzung folgt!
Finde Themenfelder, die sich nicht in einer Ausgabe erschöpfen, sondern schaue in deinem Unternehmen nach z.B. Entwicklungsprojekten, die schon für sich einen Spannungsbogen enthalten.
Lass es menscheln und lass die PR da raus!
Professionelle Sprecher sind wichtig und in einem TV-Spot von 20-30 Sekunden unentbehrlich. Podcasts brauchen aber keine Profi-Sprecher, sie brauchen die Profis aus euren Fachabteilungen mit ihren persönlichen Meinungen, auch wenn das eine oder andere “Äh” dazwischen ist. Lass Menschen aus deiner Mitte sprechen und nicht PRler oder den rethorisch geschulten Unternehmenssprecher.
Details!
Podcasting hat einen riesigen Vorteil: Es gibt keine Sendekosten. Wenn die Geschichten es hergeben, nimm dir die Zeit die es braucht, um auch komplexere Zusammenhänge zu beleuchten. Im TV-Spot kannst Du es dann wieder ganz kurz und knackig praktizieren.
Ermögliche den Dialog!
Sei offen, biete deinen Hörern einen “Rückkanal”, bette den Podcast in die Weblog-Technologie und gehe auf die Kommentare ein.
Ich wollte es kurz und knackig halten. Was fällt euch sonst noch ein, was ggf. eher in die TOP 5 gehören sollte?

März 6th, 2007 at 05:48
[...] Das Bloggen hat für mich in Deutschland nie wirklich unternehmerisch Fuß gefasst, jedenfalls nicht unter althergebrachten Marketingkriterien. Da konnten wir Enthusiasten noch so predigen, kein Berh der kam oder auf den wir zukommen konnten. Ich kann mich nur wiederholen: Corporate Blogs machen nur Sinn, wenn das Redaktionelle dahinter authentisch, gut geschrieben und bemerkenswert ist - sprich wenn die Einstellung dahinter stimmt. Wenn man die Masse erreichen will, muss man der Masse auch etwas bieten - wenn man seine Nische einfangen möchte, sollte man die Bedürfnisse der Nische erkennen und digital befriedigen. Blogs sind jedenfalls kein Husch-Husch PR-Instrument. Dafür hat man doch jetzt auch Second Life gefunden. Blogs können ein Unternehmen dennoch langfristig ins Gespräch bringen, aber eben nur wenn die dortigen Gespräche auch spannend sind. [...]
März 15th, 2007 at 00:14
[...] Das Geheimnis des Erfolges? Meiner Meinung nach: Geheimnisvolle Exklusivität (geht jetzt ein Stück weit flöten - vgl. auch Astra!), gutes Produkt, auffälliges, musterbrechendes Packaging, Tradition (vom schwäbisch/badischen Longtail zum bundesweiten Kopf), keine Werbung mit merkwürdigen, profillosen Stereotypen, die jede Menge andere Biertrinker abschreckt. Das Bier ist einfach nur Bier - also authentisch - und dazu einfach nur köstlich. Ende der unbezahlten nutzergenerierten Brand-Love-Kommunikation. Tags: authentisch, Branding, Marke, mundpropaganda, tannenzäpfle, Viral [...]
Mai 11th, 2007 at 09:53
[...] Format mit Dialogcharakter (Interviewsituation) transportiert - so lange es nicht fingiert ist - Authentizität und damit auch Persönlichkeit. Zusätzlich erhält man die Möglichkeit mit Klängen zu experimentieren. Wie man weiß erreichen [...]
Dezember 11th, 2007 at 12:23
[...] einen Kunden realisiert. Ergebnis: Es existiert ein Link auf der Firmenseite zu einer Audio-Datei: ohne Feed, ohne Serienkonzept, ohne Player, ohne Content-Charme. Und immer wieder erlebe ich, dass Agenturen auch guten Kunden-Content nicht für eine [...]