Sound Branding macht müde Marken munter.
Halten wir einmal den Ball flach. Generell ist Sound Branding natürlich keine Maßnahme, um eine bereits defizitäre Markenführung an jeder Ecke mit akustischer Aufmerksamkeit zu versehen. Und ganz sicher ist es kein Instrument, um durch blanke Lautheit die ohnehin existierende Werbeflut um eine weitere Sinnesschädigung zu ergänzen. Zitat Albrecht Ude, zeit.de:
Rich-Media Banner mit Sound schaffen also eine ungleich höhere Verbraucherwahrnehmung. Natürlich tun sie das. Wenn ich plötzlich das hier:
oder das hier:
im echten Leben höre, bin ich als Autofahrer und Vater auch aufmerksam. Bin ich aber auch positiv eingestimmt, wenn ich als Verbraucher plötzlich derart offensiv und unaufgefordert mit Sound beballert werde? Sound Branding funktioniert so nicht, wie überhaupt “laute” Werbung ein Auslaufmodell ist. Gute Brand Sounds sind u.a. subtil, dezent und wirken assoziativ zur Marke (Brand Fit). Sie wirken auch nur an den Touchpoints, bei denen der Verbraucher dieses erwartet und seine Ohren “auf Empfang” stellt. Dass die Elemente dieser Sound ID nach allen Regeln der Markenführung entwickelt und eingebettet werden müssen, versteht sich dann eigentlich von selbst. Denn wer wechselt sein Logo schon nach Lust und Laune, wenn er erfolgreich eine Marke entwickeln will? Microsoft vielleicht?

Dezember 6th, 2006 at 20:46
Genau so isses! Das kann ich bestätigen. Sogar als Vater!
Audio Branding für mehr Klangökologie!